Montag, 9. September 2013

mama es tut mir leid, dass du so am ende bist!

gestern. meine mutter meinte zu mir sie müsse noch mit mir reden und ich fragte was los ist. sie sagte mir, dass sie bald zum arzt gehen will, weil sie das hier alles nervlich nicht mehr aushält. sie ist so am ende. mir kamen die tränen, als sie mir das sagte. sie meinte, sie hat immer an uns kinder gedacht, weil sie weiß wie mein stiefvater tickt und uns das leben nicht einfach machen würde. aber sie muss langsam auch mal an sich denken. sie sagte, sie denkt, dass ich stark genug dafür bin stark.... und ich hier alles in die hand nehmen werde, wenn sie eine kur oder irgendetwas anderes bekommt..
sie weinte, genauso wie ich. sie nahm mich in den arm und sagte mir, ich bin ihre beste und sie hat mich ganz doll' lieb. und danach...sie sagte noch einmal, dass sie total am ende ist und nicht mehr kann. sie weinte noch doller und meinte sie traut sich auch nur, mir das alles zu sagen, weil sie wieder bier getrunken hat.
letztens fragte sie mich, ob ich ihr ein bier vom einkaufen mitbringe, weil sie das braucht um hier klar zu kommen. ich machte mir sorgen, nahm es aber im endeffekt nicht großartig ernst. nun wurde mir klar, dass sie diese worte sehr wohl ernst meinte. - das alles machte mich noch fertiger. erst der eigene vater, der damals süchtig nach dem scheiß war und nun fängt die eigene mutter langsam genauso an.

ich konnte gestern nicht mehr. ich war so am ende. ich hätte sie so gerne in den arm genommen und ihr gesagt, dass wir das zusammen schaffen, aber ich konnte es nicht. warum nicht, verdammt?
ich bin erstmal in mein zimmer, habe die ganze zeit geheult und nachgedacht. anschließend bin ich nochmal runter, aber wir hatten besuch und meine mutter saß verheult da. das konnte ich mir nicht mit ansehen.. also bin ich wieder in mein zimmer; hab mich ins bett gelegt, hab nachgedacht und bin eingeschlafen.
später bin ich dann wieder runter. ich wollte sie endlich in den arm nehmen und ihr sagten, dass wir das gemeinsam schaffen. aber wieder wurde es irgendwie nichts. ich nahm sie halb in den arm und bekam nur "alles gut ja?!" heraus..
ich habe angst davor, was kommen wird. mein stiefvater wird so ausrasten, wenn der das mitbekommt, weil er damit sicher nicht umgehen kann. und sollte es soweit kommen, dass meine mutter einige zeit lang weg ist, weiß ich nicht wie ich das hier alles schaffen soll. ich will sie nicht enttäuschen..
aber ich glaube eh, dass sie es nicht durchziehn wird. ich hoffe es aber sehr!! ..ich will dass sich hier endlich etwas ändert!
mama es tut mir leid.
du hast was besseres, als diese familie verdient!

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